Die Zaubermuschel – oder: Mama, da sind ja gar keine Bilder drin!

Schreibe einen Kommentar
Buch / Schreiben

Neulich im Garten hat mein Mann unserer Nichte eine Muschel geschenkt … ohne darüber nachzudenken, dass die Lütte dann ganz sicher auch eine haben will. Und zwar genau DIESE! Diverse Tauschversuche scheiterten … schließlich musste ich der Lütten die Muschel aus der Hand reißen wegnehmen und sie ihrer Cousine zurückgeben. Darauf folgte natürlich lautstarkes Geweine. In dem Moment fiel mir eine ganz besondere Muschel ein. Die hatte ich 2009 von Luis, dem Illustrator meines Helgoland-Buchs, geschenkt bekommen. Denn mit so einer Muschel kann Björn, der Held der Geschichte, unter Wasser atmen. Es ist also eine Zaubermuschel. Und das erzählte ich auch der Lütten. „Das ist doch viel besser!“, versuchte ich sie zu beruhigen. Aber ich muss gestehen, dass erst das „Komm, wir suchen jetzt einfach das Monster im Wald“ half. (Denn das wollte sie vorher schon unbedingt…).

Auf dem Rückweg habe ich ihr noch mal gesagt, wie toll ich es finde, dass sie ihrer Cousine die Muschel zurückgegeben hat (wenn auch nicht ganz freiwillig …) und startete einen neuen Versuch, ihr die Geschichte von Björn, Helgoland und der Zaubermuschel zu erzählen. Dass ICH diese Geschichte geschrieben habe, verschwieg ich lieber … das kommt irgendwie (noch) nicht so gut bei ihr an 😉 Jedenfalls hatte sie angebissen. Kaum zu Hause, sollte ich ihr die Muschel direkt zeigen und die Geschichte vorlesen. Yeah!!! Die Freude hielt allerdings nicht sehr lange, denn: „Mama, da sind ja gar keine Bilder drin!“ Tja, das Buch ist kein Bilderbuch und auch kein „klassisches“ Vorlesebuch und hat somit WENIGER Bilder. Eine Weile hörte sie zu, dann hatte sie keine Lust mehr und fing an, die Bilder zu suchen. „Mama, den Rest lesen wir morgen weiter. Oder übermorgen.“ Ja, ok …

Dabei kommt dieses Buch auch bei jüngeren Kinder an. 2009 las ich auf einem Straßenfest aus dem Buch vor, und ein kleiner Junge kam währenddessen immer näher … bis er fast direkt vor mir stand und mit offenem Mund gespannt zuhörte. So wünsche ich mir das 😉

Und irgendwann mag die Lütte dann auch die Bücher von ihrer Mama … vielleicht morgen … oder übermorgen … oder überübermorgen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.