Schreiben ist nicht gleich schreiben: meine Karton-Theaterpremiere

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Hinter den Kulissen / Schreiben / Video

Schreiben ist nicht gleich schreiben. Viele Autoren wurden erst „so richtig erfolgreich“, nachdem sie ihr Genre gefunden hatten. Bilderbücher brauchen ein anderes Konzept als Psychothriller. Das erzählerische Kinder- oder Jugendbuch ist anders aufgebaut als dialogische Formen wie z.B. das Drehbuch.

Ich bin da ja eher die Eierlegendewollmilchsau, der Gemischtwarenladen … ja, davon wird einem im Existenzgründer-Kurs abgeraten. Ich sage auch nicht, dass ich „alles kann“(im Fernstudium habe ich in viele Bereiche reingesschnuppert), aber mir machen die verschiedenen Schreibarten bzw. Erzählformen riesigen Spaß! Kinderbuch, Jugendbuch … und ebenso Sachtexte und Bastel- und Mitmachgeschichten. Auch die Arbeit des Spieleautoren finde ich super – obwohl das natürlich noch einmal etwas anderes ist.

Die Lust aufs Schreiben für Film und Fernsehen wurde während meiner Arbeit in der Postproduktion immer größer. Am liebsten habe ich bei Spielfilmen assistiert oder (wenn ich die Gelegenheit dazu hatte) Studentenprojekte gemacht. Doch der Knaller war, wenn Ronny aus der Tochterfirma nebenan zu uns rüber kam – und ich ihm bei den Kinderfilmen assistieren konnte.

Mit einem anderen Kollegen durfte ich tatsächlich mit ins Tonstudio … den Sprechern der Trickfilmserie Horseland zusehen und -hören und: einen take einsprechen! Nur zur Probe, aber es war GENIAL! Auf den Rat der Synchron-Regiseurin hin fing ich damals mit dem Stimm- und Sprechtraining an, was ich nun -nach über vier Jahren Pause- wieder aufgegriffen habe. Denn auch für Autorenlesungen ist das eine große Hilfe.

Ich habe zwar so richtig, RICHTIG krasses Lampenfieber … aber wenn ich davon einmal absehe (oder: es schaffe, abzusehen), machen mir Lesungen ziemlich viel Spaß. Ganz besonders interaktive, bei denen ich Geräusche, Gegenstände und natürlich die kleinen Zuhörer einbeziehen kann …

Aus alle dem ist nun mein Karton-Theaterstück Wahre Freunde entstanden. Geschrieben habe ich es bereits vor sechs oder sieben Jahren im Fernstudium. In den letzten Wochen ist der Text langsam lebendig geworden. Ein bisschen Angst habe ich ja schon, das Karton-Theater online zu stellen. Die Filmaufnahmen haben mich fast wahnsinnig gemacht. Ständig ist irgendetwas umgefallen, das Licht war nicht wirklich gut, der Speicherplatz unserer Kamera (also des Handys …) war zu knapp, ich hätte noch vier Hände mehr gebrauchen können … ich bin halt keine professionelle Filmemacherin … und wie ich damals in der Postproduktion ja schon festgestellt hatte: die Geschichten interessieren mich mehr als die Technik 🙂
Ein dickes Dankeschön an meinen Mann, der in seinem kleinen Studio mit mir erst den Ton aufgenommen und später stundenlang! die Filmaufnahmen gemacht hat …
Nun hoffe ich einfach, dass euch das Zusehen trotz kleiner Schönheitsfehler genauso gefällt, wie mir das Schreiben, Basteln, Bauen und Sprechen 🙂

Also: Vorghang auf!

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