Auf den Spuren von …

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Hinter den Kulissen / Schreiben

Wie fühlt sich ein nasser Neoprenanzug an? Wie laut kann das Meer sein? Und wann wird aus Muskelkater eigentlich Bewegungsunfähigkeit?

Wenn ich ein Buch lese, möchte alles fühlen, riechen schmecken … Ich möchte die Welt, die mir da vorgestellt wird, greifen können. Geht euch sicherlich auch so, oder?

Beim Schreiben meiner eigenen Geschichten ist mir das daher ebenfalls sehr wichtig. Ich liebe es, Figuren und Welten zu erschaffen. Wenn es aber nicht gerade ein Fantasyroman ist, sollte es den Ort zum Beispiel so auch geben können. Um zu zeigen, wie es dort aussieht, riecht oder klingt muss man allerdings nicht unbedingt verreisen. Vieles lässt sich recherchieren.

Besonders echt wird es jedoch, wenn man es trotzdem tut.

Genauso ist es mit der Handlung, den Dingen, die die Figuren erleben. Und das macht es für mich so großartig. Als Erfinder der Geschichte, erlebe ich alles mit den Figuren zusammen. In der Fantasie. Manchmal aber auch in Wirklichkeit. Weil es sich dann authentischer erzählen lässt oder einfach, weil ich durch die Arbeit am Projekt total Bock darauf bekommen habe.

So war es mit dem Wellenreiten. Schon bei der Recherche habe ich gemerkt: Das will ich machen! Bis es soweit war, ist über ein Jahr vergangen. In der Theorie kannte ich mich schon ganz gut aus. Dass das in der Praxis nicht ausreicht, habe ich über Himmelfahrt in Dänemark zu spüren bekommen.

Meine Arbeitskollegin und ihr Freund (beide Surfer) hatten es nicht leicht mit mir als Lehrling. Was zum größten Teil sicherlich an meiner fehlenden Muskelkraft lag. Ich wusste, dass es anstrengend werden würde … aber so? Am ersten Abend konnte ich mir kaum die Haare waschen oder die Zähne putzen.

Trotzdem hat es riesigen Spaß gemacht. Jetzt weiß ich auch, wie sich ein nasser Neoprenanzug in echt anfühlt, warum man seinen Kopf beim Sturz schützen muss und weshalb man nach dem ersten Mal nicht mehr aufhören mag …

Obwohl die erste Manuskript-Fassung fertig ist, werden diese Erfahrungen sicher noch mit einfließen. Und egal, wie es sich entwickeln wird – dieses Erlebnis gebe ich nicht mehr her …

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