Wasser, Sand und steife Brise – Leseprobe

Auszug aus Ein seltsamer Fund
„Fips! Nimm endlich deinen Flügel aus der Nase und hör auf zu popeln!“, befahl Erna ihrem Freund. Verlegen versteckte Fips seinen Flügel hinter dem Rücken. Larry plantschte träge mit seinen großen Füßen in den Wellen. Die drei Möwenkinder saßen wieder einmal auf dem Steg am Wasser und langweilten sich furchtbar. „Puh, ist das blöd hier“, seufzte Erna und ließ ihren gefiederten Kopf in die Flügel sinken. Nach einem spannenden Tag sah das wirklich nicht aus. Bis sie plötzlich etwas entdeckte – mit jeder Welle kam es ein Stückchen näher.
„Seht mal, was ist das denn?“, rief Erna aufgeregt. Larry beugte sich hinunter, um das ankommende Etwas aus dem Meer zu fischen. Ohne vom Steg zu stürzen! Das konnte nur Larry, denn schließlich hatte er den längsten Hals und die längsten Beine von allen Möwenkindern am Strand. „Was ist es? Was ist es?“, fragte Fips aufgeregt und sprang dabei so doll auf dem Steg herum, dass sein dickes Bäuchlein tanzte. Erna entriss Larrys Flügeln das seltsame Ding. „Lass mich mal sehen“, sagte sie und drehte und wendete es. Die Möwenkinder rätselten. Sie nahmen es in den Schnabel, sie versuchten, den Geruch zu deuten … nichts half. Sie konnten es einfach nicht herausfinden.

Im Buch mit vielen farbigen Illustrationen von Gabriele Schech.