Wissen für die Lütten

Schokolade – Von der Plantage in den Mund
Weit entfernt, im Amazonischen Regenwald, befindet sich die Heimat des Kakaobaumes. Dort und auf Plantagen in Madagaskar, Mexiko, Ecuador oder an der Elfenbeinküste wächst er heran. Im feuchtwarmen Klima vergehen bis zur Ernte der reifen Kakaoschoten fast vier Jahre. 
Die Farmarbeiter trennen dann die Kakaoschoten vorsichtig vom Stamm. Dazu benutzen sie ein spezielles Messer, das an einer langen Stange befestigt ist. Noch auf der Plantage werden die Schoten geöffnet und das süße Fruchtfleisch samt Samen entnommen. Auf Bananenblättern ausgebreitet, beginnen die
Samen und das Fruchtfleisch in der Hitze zu gären. Das nennt man Fermentation. Die noch feuchten Samen werden anschließend in der Sonne getrocknet. Erst dann spricht man von Kakaobohnen
Zur Weiterverarbeitung werden die Bohnen in großen Säcken nach Amerika oder Europa verschifft. So ein Sack kann 60-70kg wiegen. Ganz schön schwer! 
In Schokoladenfabriken werden die Bohnen zunächst über Feuer geröstet und anschließend gemahlen. Beim Mahlen entsteht allerdings kein Mehl, sondern eine dickflüssige Kakaomasse. Denn die Bohnen enthalten
viel Fett, die sogenannte Kakaobutter. Diese Masse wird erwärmt und verrührt … bis jedes Klümpchen geschmolzen ist. Nachdem Zucker hinzugekommen ist – oder bei Milchschokolade auch Milchpulver – wird die flüssige Schoki in unterschiedliche Formen gegossen und härtet dort aus. 
Je nach Bohnensorte, Fermentation und Röstung erhält die Schokolade einen anderen Geschmack. Natürlich spielen die gut gehüteten Zutaten der einzelnen Hersteller auch eine Rolle. 
Eine Schokolade mit einem kräftigen Kakaogeschmack hat einen größeren Kakaoanteil als zum Beispiel Milchschokolade. Meist ist die dunklere Schokolade die kakaohaltigere. Ihr würdet sie wahrscheinlich als bitter bezeichnen.
Nicht nur in großen Fabriken wird Schokolade hergestellt. Auch in
kleinen, gemütlichen Chocolaterien werden Schokoladen-Träume war. Neben Osterhasen und Weihnachtsmännern werden viele verschiedene Köstlichkeiten erschaffen. 
Sind diese erst einmal fertig, können sie direkt von kleinen und großen
Schleckermäulern vernascht werden …

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Sprung in die Tiefe – der Helgoländer Lummenfelsen
Zu Beginn des Frühlings kehren die Seevögel zurück nach Helgoland. Unter ihnen sind Möwen, Baßtölpel und auch Trottellummen. Den Winter verbrachten die meisten von ihnen im Nordatlantik. Doch nun ist es an der Zeit, „nach Hause“ zu kommen und zu brüten.
In den Monaten von April bis September bleibt kaum ein Fleckchen des Vogelfelsens unberührt. Zu tausenden tummeln sich die Seevögel in den Felsvorsprüngen der Helgoländer Klippen. Aber wer bekommt den besten Brutplatz? Da wird schon mal kräftig gestritten. Ein wildes Durcheinander auch in der Luft. Die Trottellummen allerdings haben einen festen Stammplatz in den Felsvorsprüngen. Und dann wird fleißig gebrütet. Die Küken der Trottellummen schlüpfen im Juni. Wenn sie ungefähr 20 Tage alt sind, erleben sie ihr erstes Abenteuer: den sogenannten Lummensprung! Der findet bei Hochwasser in der Dämmerung statt.
Dabei hüpfen die Lummenküken 40 Meter hinab ins kühle Meer. Obwohl ihre Flügel noch viel zu klein sind zum Fliegen! Lummen-Mama und Lummen-Papa feuern ihren Nachwuchs vom Meer aus lautstark an. Mit Hilfe der weichen Knochen und dem sehr plüschigen Federkleid kommen die Kleinen sicher unten an. Geschafft! Von nun an müssen sie sich allein um ihr Futter bemühen.
Zu Beginn des Herbstes heißt es dann: Abschied nehmen bis zum nächsten Jahr.